Lernmodule

Lebensgeschichtliche Interviews bilden eine wichtige Grundlage für die historisch-politische Vermittlungsarbeit zur Schoa. Sie ermöglichen eine Beschäftigung mit den Verbrechen des NS-Regimes anhand von Einzelschicksalen. Die Erinnerungen und Erzählungen von Überlebenden über die Zeit vor, während und nach der Verfolgungserfahrung erlauben außerdem einen Einblick in deren Umgang mit der (eigenen) Geschichte. Schließlich wird durch die Interviews mit ZeitzeugInnen deutlich, dass eine Auseinandersetzung mit der Shoah auch heute noch von individueller und gesellschaftlicher Relevanz ist.

Vor diesem Hintergrund wurden auf Grundlage des Austrian Heritage Archives vier Workshops zur schulischen wie auch außerschulischen Verwendung entwickelt. Die Aufgaben und Fragestellungen stellen die Beschäftigung mit den Audio- und Videointerviews und den Austausch darüber ins Zentrum. Mit Hilfe zusätzlicher Quellen gelingt es, eine Verbindung zwischen den individuellen Erfahrungswelten der (ehemaligen) ÖsterreicherInnen und historischen Ereignissen herzustellen. Mit einer Dauer von mindestens zwei Unterrichtsstunden ermöglichen die multimedialen Workshops vielfältige Lernmöglichkeiten und -settings. Erweiterungsmodule sollen zu einer zusätzlichen angeleiteten oder auch eigenständigen Beschäftigung mit der Thematik anregen.